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geboren 1955 in pôrto alegre - brasilien

wohnhaft in leutkirch im allgäu

 

 

 

Einzelausstellungen

Galerie im Lamm, Leutkirch,1994:

Aus der Schwäbischen Zeitung:

Claudio Uptmoor stellt im „Lamm“ aus 

Collagen und Holzobjekte

Über 80 Gäste fanden sich am Sonntag nachmittag zur Ausstellungseröffnung im ‚Lamm‘ ein, wo in den nächsten Wochen Collagen 

und Holzobjekte des Leutkircher Stadtplaners Claudio Uptmoor gezeigt werden. Als Sohn deutscher Eltern in Brasilien geboren, lebt und arbeitet Claudio Uptmoor Uptmoor seit sechs Jahren in Leutkirch Im Rahmen der Initiative ‚Galerie im Lamm‘ findet er nun erstmals Gelegenheit, seine Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

In Uptmoors Collagen finden sich vielfältige finden sich vielfältige Techniken: er arbeitet mit Tusche, Buntstiften und Wasserfarbe, kombiniert graphische mit flächigen Elementen, indem er einmal farbige Flächen durch schwarze Linien scharf voneinander abgrenzt, dann direkt aneinander stoßen lässt und damit räumliche Tiefe erzeugt.

Bereits seit seiner Studienzeit ist Uptmoor bildnerisch tätig. Auch die Erfahrungen, die während seiner dreijährigen Arbeitszeit in einer Münchner Kunstglaserei sammeln konnte, bleibe für seine Arbeiten nicht ohne Bedeutung. Erst seit ungefähr zwei Jahren arbeitet er an Collagen und Holzobjekten, von denen zur Zeit 17 Exponate im ‚Lamm‘ zu sehen sind. Sensibel bringt er in seiner Mischtechnik malerische und graphische Elemente mit Collagenmaterial in Verbindung. Uptmoors Bilder und Objekte lassen Raum für Assoziationen, ganz in seinem Sinne. 

Uptmoor betonte bei der Eröffnung, es handle sich um „Bilder, die man nicht interpretieren kann, und die man nicht interpretieren soll“. So wird der Phantasie der Betrachters genügend Freiraum gelassen, auch wenn manche Arbeiten spezifischer sind in ihrer Aussage als andere, wie zum Beispiel die Collage „Böse Zeiten“, die dierkt auf die Gefahren rechtsradikaler Einflüsse anspielt. Der Künstler selbst gab den anwesenden Gästen ein Zitat von Antoine de Saint Exupéry mit auf den Weg durch die Ausstellung: „Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung“.

K. Haaf 

 

Galerie Salzgeber, Memmingen, 1997:

Aus der Schwäbischen Zeitung, 22.10.1997

Claudio Uptmoors Schritt zur freien Malerei

Claudio Uptmoor stellt in Memmingen aus. Über 130 Besucher, darunter sichtlich mehr als zwei Drittel aus Leutkirch, kamen zur Vernissage in die Galerie Salzgeber, wo der Memminger Kulturamtsleiter Dr. Wolfgang Bayer mit Uptmoors Arbeiten bekannt machte und in die Ausstellung einführte.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von südamerikanischer Gitarrenmusik (Hugo Fritz) und indianischen Trommelrythmen (Erich Ferstel). Außerdem rezitierte red Strittmatter vom Landestheater Schwaben Texte. 

Überrascht waren viele, die Uptmoors letzte Ausstellung im Leutkircher „Lamm“ 1994 noch in Erinnerung hatten, über den Fleiß und die künstlerische Weiterentwicklung: alle 45 ausgestellten Bilder sind in den Jahren 1996 und 1997 entstanden. Im Eingangsbereich im Verwaltungsgebäude von Kurz & Voith zeigt der Maler Mut zum größeren Forma, und er macht einen Schritt hin zur freien Malerei. Die Figur ist bildbestimmendes Thema.

Fei komponiert er - meist in heller kräftiger Farbigkeit - setzt Teile des menschlichen Körpers mit Gouachefarben oder Pastellkreide flächig ins Bild, an die Malerei der Kubisten erinnernd. Meist sind es maskenhafte Gesichter, Frauen- und Männergestalten, die Figuration steht auf flächigem, farbigem Hintergrund, der unkonkret bleibt.

Mit seine Bildern von diesem Jahr kehrt Uptmoor zum kleinen Format und zur Collagentechnik zurück. Hier spürt man, dass er sich sowohl als Zeichner als auch im Umsetzen seiner Ideen sicher fühlt. Ausgangsmaterial sind hier farbiges Collagenmaterial: ausgeschnittene Werbeseiten aus Illustrierten o.ä., die teilweise flächig übermalt werde, das Collagenmaterial wird vom Bildrand nach inneneingeengt und läßt Bildteile frei, die dann in subtiler Zeichentechnik bearbeitet werden. Er reagiert auf das vorhanden Bildmuster, entwickelt neue Figuren, Fische, Menschen, die wie Herden zusammengetrieben, in unterirdische Welten leben und lemmingartig von unsichtbaren Mächten getrieben dichtgedrängt werden. 

Bewußt hat Claudio Uptmoor seine Bildern portugiesische Titel gegeben, soll sich der Betrachter, wie er sagt, selbst in die Bildwelt einlesen. 1955 wurde der Maler in Pôrto Alegre, Brasilien, geboren und kommt nach Grundschule und Gymnasialzeit 1972 mit seiner Familie nach Deutschland, besucht in Lindau das Gymnasium und studiert von 1977 bis 1982 in Dortmund. Seit seiner Schulzeit und während des Studiums beschäftigt sich Uptmoor mit der Malerei, bevorzugt mit der Collagetechnik. Seit 1988 lebt und arbeitet er in Leutkirch, beruflich ist er als Stadtplaner tätig.

Reiner Fritz 

 

Aus der Memminger Zeitung, 3.12.1997

Wie auf einem alten Rubens

Bilder und ´Collagen von Claudio Uptmoor werden derzeit in der Galerie Salzgeber gezeigt. Sehenswert sind vor allem die Collagen. 

Die relativ großformatigen Arbeiten im Erdgeschoss des weitläufigen Ausstellungsraumes lohne kaum das längere Verweilen. Dekorative, mehrfach gebrochen Abstraktionen,mit denen man vielleicht in den späten 50er Jahren noch einiges Aufsehen hätte erregen können, heute kaum mehr.

Dafür wird es im Obergeschoss um so interessanter. Uptmoor führt dort eine Reihe von Collagen vor, die auf den ersten Blick wie gekonnte gegenstandslose Kompositionen wirken, bei näherem Hinsehen aber eine Unzahl kleiner Figuren, meist mit der Tuschefeder gezeichnet, zum Inhalt haben. Häufig brechen diese Leibermassen aus baumartigen Gebilden hervor, so dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, der Künstler hat eine Art Stammbaum der gesamten Menschheit im Sinn. Da er, zum Teil unmittelbar, auf Gleichnisse aus der Bibel Bezug nimmt (z.B. in ‚o pescador‘) wird auch das Auftreten der Fische und Schädel verständlich. Interessanterweise bedient sich Uptmoor bei der Gestaltung der aufstrebenden oder stürzenden Leiber gerne barocker Kompositionschemata, wie man sie beispielsweise von Rubens kennt.

Auf diese Weise entsteht eine faszinierende Kombination alter und neuer Kunstprinzipien, die eine eingehende Beschäftigung durchaus lohnt.

Robert Steuer

 

Galerie im Kornhaus, Leutkirch, 2015:

Aus der Schwäbischen Zeitung, 23.06.2015

Uptmoor zeigt Werke aus den vergangenen 30 Jahren

Unter dem Motto "Rückblick" gibt es in der Galerie im Kornhaus, Gemaltes, Geklebtes, Geschriebenes und Gedrucktes zu sehen. Die Bilder zeigen Claudio Uptmoor Uptmoor künstlerische Entwicklung, angefangen mit den ersten Collagen, die noch während seines Studiums der Stadtplanung entstanden sind. Die Collagen wurden später mit Buntstiftzeichnungen ergänzt. Es folgte eine Phase, in der das Malen im Vordergrund stand. Aus dieser Zeit stammen teilweise großformatige Bilder in Gouache und Pastell, heißt in einer Mitteilung.

Der Mensch in seine verschiedenen Haltungen war eine lange Zeit das Hauptmotiv seiner Tuschezeichnungen. Über klassische Linolschnitte, die mit unterschiedlichen Texten ergänzt werden, findet er nun zu den Collagen zurück, heißt es weiter. Der Erlös aus dem Verkauf der Bilder geht an die Leutkirch Bürgerstiftung. 

 

 

 

StoffWechsel. Kunst trifft Literatur, Städtische Galerie im Schloss Isny

Die Städtische Galerie im Schloss Isny präsentiert anlässlich der baden-württembergischen Literaturtage eine Sonderschau, die das Zusammenspiel von Kunst und Literatur sowie das gegenseitige Wechselspiel dieser beiden kreativen Formate in den Fokus nimmt 

Um den Fokus gleichzeitig auch auf die drei austragenden Städte der baden-württembergischen Literaturtage zu lenken, Isny, Leutkirch und Wangen, präsentiert die Galerie darüber hinaus aktuelle Positionen zu der Thematik. Innerhalb einer Ausschreibung, die vom Kulturforum Isny e.V. initiiert wurde, wurden hiesige Künstler/innen und Literat/innen zu einer literarischen Stoff-Suche aufgefordert.

 

 

 

 Kreuzweg, St. Martinskirche, Leutkirch im Allgäu

 Aus der Schwäbischen Zeitung vom 4.3.2021

Ungewöhnliche Darstellung eines Kreuzweges

 Der neugestaltete Kirchenraum der Martinskirche, der zum Kirchenjubiläum im Jahr 2019 eingerichtet wurde, ist schon für vielerlei spirituelle Formen genutzt worden, von Anfang an auch für Kunst in Form der von Sara Opic geschaffenen Skulptur „Die Zuhörerin“, von der sich die Kirchengemeinde im vergangenen Jahr verabschieden musste. Ein neues Kunstobjekt bereichert und belebt nun wieder diesen Raum, auch mit der Absicht, den Kirchenraum durch Veränderung neu wahrzunehmen. Wenn man über die Stufen den von Tüchern abgeschirmten Raum betritt, sieht man sich in Kreuzform aufgestellten weißen Wänden gegenüber, an denen reihum 15 grafische Bildtafeln platziert sind und zum Hinsehen zwingen. Zunächst scheint man ein Spiel mit ornamentalen schwarzen Formen zu erkennen, vielleicht sogar einen Rorschachtest, wirkend wie ein Scheren- oder Linolschnitt.

Bei näherem Hinsehen jedoch erkennt man Figuren in Aktion, dazwischen ein Kreuz. Und man versteht, es handelt sich um einen Kreuzweg in der raffinierten Anordnung einer vielfältigen Spiegelung. Jede Bildtafel birgt ein Motiv, eine Station des Kreuzwegs, jeweils 16mal gespiegelt nach allen Richtungen, so dass sich eine ganz neue bildnerische Szenerie entfaltet. Unterlegt sind die 15 Szenen bzw. Stationen mit je einem Wortbegriff in einem sanftroten Ton und in serieller Anordnung auf gebrochenem weiß. Worte, wie „urteil“, „stürzen“, „trost“, „fallen“,“ mitleid“, „sterben“, „auferstanden“ verdeutlichen das Leidensgeschehen. Diese zu den vielfach gespielten Szenen gehörigen Wortaussagen sind ein Hinweis, dass viele Dinge wiederkehren können. Gibt es doch immer wieder Anlässe zu „weinen“ oder zu „fallen“. Es ist anregend, vor diesen Bildtafeln innezuhalten Gestaltet hat dieses 15 teilige Werk Claudio Uptmoor, einer der Urheber des neuen Kirchenraums. Er hat die Motive am PC entwickelt, die Vorlagen sind dann auf Acrylplatten gedruckt worden. Die 15 Stationen beginnen am Eingangsbereich mit der Auferstehung, Matthias Grünewald nachempfunden. Blickt man sich in der Kirche um, wird auch ein Vergleich mit den Kreuzwegdarstellungen an den Seitenwänden der Martinskirche von Gebhard Fugel (1863 – 1939) interessant, wenn sich zwei unterschiedliche Darstellungsweisen gegenüberstehen. Die eine realistisch und farbig gemalt, die andere auf schwarze Silhouetten reduziert und mit neuer Technik angefertigt. Die Symbolik ist bei beiden Darstellungsarten jedoch dieselbe.

Zu besichtigen ist der moderne Kreuzweg noch bis Palmsonntag. Die Kirche ist geöffnet.

Otto Schöllhorn 

 

Gruppenausstellungen mit dem Leutkirch Kunstverein:

  • Galerie im Kornhaus, Leutkirch;
  • Gotisches Haus, Leutkirch;
  • Glasmacherdorf Schmidsfelden, Leutkirch;
  • Hofgartensaal der Residenz Kempten; 
  • Villa Magnaguti, Goito, Italien.

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